Gute Beispiele – „Nicht unser Müll, aber unser Sonnenberg“ – im BLICK

Heute wollen wir eine Aktion aus dem bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement als gutes Beispiel herausheben, das zeigt wie man Themen die einen Unzufrieden machen mit überschaubarem Aufwand und etwas intesivierter Kommunikation doch recht schnell in Bewegung bringen kann. Der offizielle Artikel lief dazu beim BLICK.

Unter dem Motto „Nicht unser Müll, aber unser Sonnenberg“ haben sich am Sonntagvormittag zahlreiche Engagierte zu einer gemeinsamen Aufräumaktion getroffen. Von 10 bis 12 Uhr zogen Initiatorin Iris Walther und 45 Mitstreiterinnen und Mitstreiter über die Zietenstraße in Chemnitz und sammelten Abfälle auf, die sich im öffentlichen Raum angesammelt hatten.
Die Aktion war nicht die erste dieser Art. Iris Walther ist bereits seit längerer Zeit regelmäßig im Stadtteil unterwegs, um Müll aufzusammeln und Blumen zu pflanzen. Dabei ist sie mal allein, mal gemeinsam mit Unterstützenden aktiv. Ziel ihres Einsatzes ist es, das Wohnumfeld sichtbar aufzuwerten.

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Quarl Knappe – der Wasserjunge vom Knappteich

Frühlingsanfang und schon tauchen die schönsten Geschichten auf. Diesmal eine Veröffentlichung im 371Stadtmagazin zum Märchen­wettbewerb Chemnitz mit Bezug zum Knappteich. Es werden wieder Verfasser und Autorinnen aus der Region aufgerufen, ihre märchenhaften Geschichten über Chemnitz einzureichen. Deadline ist der 15.03.2026. Die Details zum Wettbewerb findet Ihr hier.

Als Teaser erfolgte diese Veröffentlichung im 371Stadtmagazin:

Fische im Eis

Ein Spaziergang an einem gefrorenen Teich kann faszinierend, aber auch bedrückend sein, wenn man unter der Eisdecke erfrorene Fische entdeckt. Doch warum sterben die Fische überhaupt in einem zugefrorenen See? Ist es das Erfrieren selbst oder spielen andere Faktoren eine Rolle?

Aufgrund der langen Frostperiode diesen Winters war der Knappteich für längere Zeit zugefroren und mit Schnee bedeckt. Durch die Besonderheit des Wassers, das bei 4 Grad die größte Dichte hat und damit von oben zufriert, ist auch bei länger anhaltendem Frost eigentlich genügend Wasser für die Fische vorhanden. Fische sind anders als Säugetiere wechselwarme Tiere, das heißt, ihre Körpertemperatur entspricht der Temperatur des sie umgebenden Wassers. Fische passen sich im Winter Temperaturen zwischen 0 und 4 Grad an. In diesem Zustand sind ihre Lebensvorgänge in der Regel extrem reduziert. Das reicht vom Herzschlag und der Atmung bis hin zur Nahrungsaufnahme und der Verdauung. Der Fisch kann in eine Winterstarre fallen und verbraucht in dieser Zeit seine Reserven.

Um die Fische in der Winterruhe nicht zu beeinträchtigen, sollte man alles vermeiden, was sie stören könnte. Hierzu gehört auch das Eislaufen oder das Hockeyspielen auf dem Eis, geschweige denn das Silvesterkonzert mit diversen Böllerkratern auf dem Teich.

In den meisten Fällen sterben Fische in gefrorenen Seen nicht direkt durch das Einfrieren, sondern durch Sauerstoffmangel. Das passiert, wenn eine dichte Eisdecke den Sauerstoffaustausch zwischen Wasser und Luft unterbindet. Problematisch können sich zum einen besonders bei einer zu großen Anzahl von Fischen ein geringer Sauerstoffgehalt auswirken und zum anderen Faulgase, die aufgrund der Eisschicht nicht entweichen können. Ohne frischen Sauerstoff im Wasser verbrauchen die Fische und andere Lebewesen den vorhandenen Sauerstoffvorrat, was dazu führt, dass sie schließlich ersticken. Dieses Phänomen wird als Wintersterben bezeichnet.

Wenn Fische dann tot im Wasser treiben und die Temperaturen weiter sinken, können sie in der Eisdecke eingefroren werden. Das Einfrieren ist in solchen Fällen also oft eine Folge des Erstickens, nicht die eigentliche Todesursache.

Weitere Ursachen und Details sind hier zu finden.

Den toten Fischbestand werden wir kontinuierlich (entsprechend Erreichbarkeit) heraussammeln und sobald die Wasserfläche wieder mit dem Boot befahrbar ist abfischen.

Weidenschnitt am Bürgergarten

Diesen Mittwoch Morgen konnte man nicht länger schlafen am Knappteich. Pünktlich 7 Uhr legten die Baumpfleger los und schnitten die zweite Hälfte des vor 2 Jahren einen Feuerwehreinsatz verursachenden Baumes zurück. Hier eine kleine Bildfolge der Aktion.

In der Höhe 5 m bleibt der Baum stehen und kann mit neuen Trieben wieder ein Habitat für Insekten und Vögel bieten. Umkippen wird er so nicht mehr.
Danke an Ralf fürs Koordinieren und Fotografieren.

Stadtteilzeitung „Gablenzer“ ist da

Der Knappteich hat es wieder auf eine Titelseite geschafft … zu unserer großen Freude. So sieht sie aus die erste Ausgabe der Stadtteilzeitung für Gablenz und das Yorckgebiet.

Sie haben Interesse für die Stadtteilzeitung einen Artikel zu schreiben oder Bilder beizusteuern, dann melden Sie sich bei — Oliver Treydel – 0179 71 21 092 – gablenzer@sdb-chemnitz.de

Gesucht werden spannende und interessante Themen und Geschichten aus dem Stadtgebiet. Wenn Sie Termine im Stadtgebiet haben, dann nehmen wir diese gern in den Terminkalender mit auf.

Weitere Informationen zur Stadtteilzeitung und den Beteiligungsmöglichkeiten sind hier.

Eishauen – historisches Handwerk

Der Knappteich verdankt seinen historischen Ursprung der milchverarbeitenden Industrie und den Brauereien in Chemnitz. Für beide Gewerbe war das Kühlen der Produkte und Herstellprozesse von großer Bedeutung. Dafür benötigte man große Mengen an Eis, da es noch keine technischen Geräte für die Kühlung gab. Somit ist das Gewerbe des Eishauens und der zugehörigen Eislagerung/-lieferung entstanden und dafür benötigte man Wasserflächen, die im Winter zufrieren. Im Januar 2026 ist der Knappteich mal wieder komplett zugefroren.

Doch auch heutzutage nutzen noch ausgesuchte Brauereien diese Technik für sich. So könnte es auch am Knappteich zugegangen sein.

Wie das Eishauen ausgesehen haben könnte, kann man in diesem Film gut sehen.

Neujahr 2026

Allen Knappteich-Interessierten wünschen wir vom Projekt-Team „Unser Knappteich“ ein gesundes neues Jahr und einen guten Start in das Jahr 2026, sowie viel Erfolg und Glück bei gemeinsinnstiftenden Vorhaben.

Das Wetter – und die Vernunft der Leute – haben zu deutlich weniger Silvestermüll geführt.