Alles Neu macht der Mai

Diesen Pfingstsamstag haben wir einen Garten in direkter Nähe zum Bürgergarten aus seiner Vernachlässigung herausgeholt und eine erste Grundaufräumung neben dem Rasen- und Heckenschnitt durchgeführt. Der Garten ist für den Anbau von Gemüsepflanzen zur Eigenversorgung der Projektgruppe mit Lebensmitteln gedacht.

Auch im Garten gab es jede Menge Sachen die sich nicht mit unseren Zielen treffen. Viele der dabei „gefundenen“ Verziergegenstände haben wir verschenken können. Diese Dame bspw. stand kaum vor dem Gartentor, da wurde Sie auch schon „abgeschleppt“.

Knappteich im Mai

So sehen SIe aus die ersten Kürbispflanzen, die in das Hochbeet am Knappteich eingesetzt wurden. Danke an den kreativen Sponsor. Wir werden mit Gießen und hoffen sie wachsen schneller als die Topinambur, die ebenfalls noch im Hochbeet sind. Die Blesshühner sind mit Ihrem Nachwuchs unterwegs und sind auch schon wieder beim Brüten.

Leider sind auch einige Opfer zu beklagen. Diese tote Stockente lag im Bereich der Essbaren Stadt. Wie es dazu kam können wir uns nicht erklären. Auf dem rechten Bild sieht man nur noch den Kopf einer Wühlmaus, die sich wohl etwas zu weit aus Ihrem Bau herausgewagt hatte.

Das feuchte Wetter der vergangenen Tage hat auch eine Flut von Schnecken auftreten lassen, die wir hier mal exemplarisch von unseren Beeten abgesammelt haben.

Knappteichtreffen im Garten

Das erste Treffen in diesem Jahr im Bürgergarten wurde bei durchwachsenem Wetter mit einer Grillung eröffnet und anschließend diskutiert, was die nächsten Aktionen am und um den Knappteich sein werden.

Zum Kindertag werden wir die Kanu-Boote auf dem Teich einweihen. Die Kanus konnten über die Bürgerplattform Mitte-Ost angeschafft werden und werden in Zukunft auch für Touren auf dem Knappteich verwendbar sein. Wer will komme vorbei und begebe sich auch auf das Wasser.

Weiterhin wird es im Juni noch Arbeiten im Bereich der Essbaren Stadt und entlang des Uferbereiches geben, über die wir Euch hier auf dem Laufenden halten.

Die nächste größere Aktion wird das Sonnenwendfeuer – 21.06.2020 ab 17: Uhr – am Knappteich sein, zu dem wir alle herzlich einladen. Hier mal ein Rückblick auf das vergangene Jahr.

Teichtiefe / Wassertiefe / Schlammtiefe im Knappteich

Stille Wasser sind tief … dachten wir und haben wir uns auf die Suche nach den „Un“-Tiefen im Knappteich gemacht. Unser Fokus lag auf der Bestimmung und Kartographierung des Teichboden und der vorhandenen Schlammtiefe. Nach der Vorbereitung des Schlauchbootes und der „Messinstrumente“ hat sich Ralf auf den Teich begeben und Thomas hat die Kladde für die Messpunkte und die zugeordneten Tiefen vom Ufer aus bedient (oder schlicht die Werte aufgeschrieben).

Nach gut drei Stunden hatten wir die Übersicht wie unten aufgenommen und konnten so sehen, wo sich die kritischen Schlammtiefen (teilw. über 1 m dick) im Teich befinden. Die Bilder zeigen den Umriss des Knappteiches laut Plan der Stadt Chemnitz in der Draufsicht und darin die Messpunkte. Die Teichtiefe bezeichnet die Tiefe bis zum festen Untergrund. Die Wassertiefe bezeichnet die Tiefe bis der Messteller (wie oben abgebildet) auf der Schlammschicht aufsitzt. Zieht man die Wassertiefe von der Teichtiefe ab, so erhält man die Schlammtiefe.

Hier sieht man, das der Teich eine maximale Tiefe von 2,8 m – direkt am Mönch – aufweist und die wegabgewandten Uferbereiche eine Tiefe kleiner 1 m haben. Betrachtet man die Schlammtiefe stellt sich der Bereich – in den Bildern links oben – als der mit der größten Schlammtiefe heraus. Diese Messung bildet die Basis für die zukünftigen Maßnahmen zur Verbesserung des Teichklimas, damit ein Umkippen wie in der Vergangenheit verhindert werden kann.

Der Dank fürs Engagement geht an Ralf und Thomas.

Die Bestimmung fand am 22.05.2020 statt.

Der Gewässerberater analysiert III

Anregungen zur Wasserverbesserung im Knappteich – der Dreiteiler
Gastautor Robert Brungert von https://www.gartenteich-ratgeber.com/

Möglichkeiten erkennen und nach und nach nutzen

Die zwei großen Baustellen zur Verbesserung der Wasserqualität des Knappteichs sind die Reduzierung vom Nährstoffeintrag und die Bepflanzung zur Selbstreinigung. Es gibt jedoch weitere typische Gewässerprobleme oder Pflegemöglichkeiten. Deswegen folgen hier ergänzende Anregungen zur Umgestaltung und Pflege vom Knappteich. Eines vorweg: Gewässer müssen sich einspielen und brauchen deswegen auch bei einer Umgestaltung ihre Zeit.

Empfehlung zum Nährstoffhaushalt

Beim Knappteich wäre darauf zu achten, dass möglichst wenig organische Masse eingetragen wird. Besonders problematisch wäre neben der Fütterung von Enten und Goldfischen das Falllaub im Herbst. Dieses zieht sich schnell mit Wasser voll und sinkt zum Grund, wo es bis zum Frühjahr seine Nährstoffe für die Algenblüte freisetzt.

Wuchernde, und auch erreichbare Wasserpflanzen können im Herbst zurückgeschnitten und fortgebracht werden. Mit dem Rückschnitt werden Nährstoffe aus dem Wasser entfernt. Sollte es einmal Unterwasserpflanzen geben, dürfen diese nicht durch Schwimmpflanzen beschattet werden. Schwimmpflanzen dürften also nicht überhandnehmen und können vor einem Absinken im Herbst zum Großteil entnommen werden.

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Arbeitseinsatz am Knappteich

Diesmal stand der Rasenschnitt rund um den Knappteich auf dem Programm. Wir haben teilweise das hohe Gras stehen gelassen, um den Enten ein Rückzugsgebiet und ein Grasweidegebiet zu belassen. Den Grasschnitt verwenden wir für das Mulchen der Beete und für die Herstellung von Rasenbokashi.

Das alte Plastetoilettenhaus wurde zusammengeschnitten und kann jetzt in kleinen Einzelteilen entsorgt werden. Da Pflanzzeit ist sind die Kohlrabipflanzen in die Erde gekommen und nach der Woche der Eisheiligen folgen die Tomaten- und Bohnenpflanzen.

Apfelblüte und Tomatendach

So sieht die Apfelblüte des ONTARIO-Apfels im Bürgergarten am Knappteich aus, wenn sie voll ausgeprägt ist. Bei sonnigem Wetter summt der ganze Baum. Die Anzahl der Blüten und der Blick auf die nächtlichen Temperaturen gibt uns Hoffnung auf eine reiche Ernte.

Die Vorbereitungen für den Tomatenstandort sind auch schon angelaufen. Die jungen Pflanzen stehen schon bereit und können nach den Eisheiligen in den Boden gebracht werden. Als Tomatenunterstand werden wir wie im vergangenen Jahr auf eine Variante aus Weide und Bohnenpflanzen zurückgreifen.

Müllvermeidung am Parkplatz Gablenzer Bad ?

Das glaubt das Auge kaum … ein Jahr nach der großen Müllsammelaktion auf dem Parkplatz Gablenzer Bad durch die Bürgerplattform Mitte-Ost schon wieder ein ähnliches Bild. Wo man geht und steht findet sich Flaschen- und Plastemüll. Auch jede Menge Grünschnitt und Gartenreste waren zu finden.

In einer spontanen Sammelaktion (nach der Lockerung der Ausgangsregelung in Sachsen) wurde unter strenger Beachtung der Kontaktdistanz erneut der Bereich von dem anliegenden Müll befreit und „Unser Knappteich“ war dabei. Am Ende kam wieder ein PKW-Anhänger mit Zivilisationsmüll zusammen, der über die Bürgerplattform kostenpflichtig entsorgt wurde. Hier einige Impressionen:

Ob sich das Müllverhalten durch den neu installierten Zaun in Zukunft eindämmen lässt, werden wir sehen und bleibt zu hoffen. Allen Mitmachern vielen Dank fürs Schaffen – nach ca. zwei Stunden war alles wieder bereinigt.

Neuer Zaun entlang des Parkplatzes, der das wilde „Vermüllen“ verhindern/erschweren soll.

Der Gewässerberater analysiert II

Anregungen zur Wasserverbesserung im Knappteich – der Dreiteiler
Gastautor Robert Brungert von https://www.gartenteich-ratgeber.com/

Starkzeher ziehen den Algen die Nährstoffe weg

In Europa sind wir den Jahreszeiten ausgesetzt. Im Herbst werden die Tage kürzer, kühler und regnerischer. Ein großer Teil der Pflanzenmasse stirbt ab, ein Teil landet im Knappteich und sinkt zu Boden. Ab März wird das Gewässer wieder erwachen, bis dahin sind die organischen Reste des Vorjahres zersetzt. Im Frühjahr gibt es also ein Überangebot von Nährstoffen, die Wasserpflanzen brauchen jedoch Vorlauf. Deswegen sind Algen im zeitigen Frühjahr im klaren Vorteil.

Eine Algenblüte im Frühjahr gehört im stehenden Gewässer zum normalen Ablauf. Dann aber sollen Wasserpflanzen die Nährstoffe aus dem Wasser ziehen und damit den Algenwuchs eindämmen. Wenn die Wasserpflanzen das nicht schaffen, wären weitere schwere Algenblüten naheliegend. Die Algen färben das Wasser ein und ersticken dadurch wertvolle Unterwasserpflanzen. Schlimmer noch ist ein plötzliches Absterben der Algen, die damit auch zeitgleich zersetzt werden. Im warmen Sommer bindet das erwärmte Wasser wenig Sauerstoff. Müssen zudem Algenblüten zersetzt werden, kippt das Gewässer und Fische sterben ab.

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Rasenschnitt wohin damit ?

Das ist eine Frage, die schon viele Gärtner beschäftigt hat, mit jeder Menge möglicher Antworten: bspw. ab in die Biotonne, Kompostieren oder als Abdeckung im Beet verwenden. Alles möglich mit seinen Vor- und Nachteilen. Wir probieren jetzt Rasenbokashi aus.
Was ist das ? Ganz einfach … es wird Rasensilage daraus gemacht. Das Vorgehen dazu ist hier kurz beschrieben:

  1. Rasen mähen und einsammeln
  2. Flächig (max 10 cm dick) ausbringen
  3. mit aktivierten Mikroorganismen begießen (ca. 100 ml auf 10 l Wasser)
  4. in Tonne/Sack stopfen und zusammenpressen
  5. → Tonne (mgl. voll) mit Deckel abschließen
    → Sack zudrehen und mit Öffnung nach unten stellen
  6. nach 4-6 Wochen ist der Rasenbokashi (die Silage) fertig und ist
    ohne Sauerstoffzugang in Sack/Tonne ca. 1 Jahr haltbar

Diese Silage kann als Mulchmaterial für die Beetabdeckung verwendet werden oder in den Kompost eingebaut werden. Im Kompost lockt es die Bodentiere an, da sie dieses Zeug liebend gerne verputzen und dann zu Erde machen … und ganz nebenbei auch noch jede Menge anderes Material mit verspeisen. Als Mulchmaterial ist es in dünnen Schichten einsetzbar und aufgrund der Haltbarkeit in Sack/Tonne dauerhaft zur Hand. Auch auf dem Beet dient das Material den Bodentieren als willkommene Nahrungsquelle und ganz nebenbei dient der Rasenbokashi auch noch als Schneckenhindernis, da diese sein „sauerkrautiges“ Milieu scheuen.

Wir sind gespannt, wann sich der „sauerkrautige“ Geruch einstellt und wie sich das Mulchmaterial auf unseren Beeten auswirkt.