Gute Beispiele – „Nicht unser Müll, aber unser Sonnenberg“ – im BLICK

Heute wollen wir eine Aktion aus dem bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagement als gutes Beispiel herausheben, das zeigt wie man Themen die einen Unzufrieden machen mit überschaubarem Aufwand und etwas intesivierter Kommunikation doch recht schnell in Bewegung bringen kann. Der offizielle Artikel lief dazu beim BLICK.

Unter dem Motto „Nicht unser Müll, aber unser Sonnenberg“ haben sich am Sonntagvormittag zahlreiche Engagierte zu einer gemeinsamen Aufräumaktion getroffen. Von 10 bis 12 Uhr zogen Initiatorin Iris Walther und 45 Mitstreiterinnen und Mitstreiter über die Zietenstraße in Chemnitz und sammelten Abfälle auf, die sich im öffentlichen Raum angesammelt hatten.
Die Aktion war nicht die erste dieser Art. Iris Walther ist bereits seit längerer Zeit regelmäßig im Stadtteil unterwegs, um Müll aufzusammeln und Blumen zu pflanzen. Dabei ist sie mal allein, mal gemeinsam mit Unterstützenden aktiv. Ziel ihres Einsatzes ist es, das Wohnumfeld sichtbar aufzuwerten.

Vor Kurzem gründete Walther das „Dreck weg Kollektiv Sonnenberg“, das über soziale Medien organisiert wird. „Ich mache das, um die Straßen etwas schöner zu machen“, erklärt sie. Der Zuspruch aus der Bevölkerung sei groß, was sich auch an der Teilnehmerzahl der jüngsten Aktion gezeigt habe.

Über 45 Freiwillige säubern den Chemnitzer Sonnenberg. Foto: Jan Haertel

Die Umsetzung der Aktionen ist jedoch mit Aufwand verbunden. Walther organisiert die Aktivitäten ehrenamtlich und trägt anfallende Kosten größtenteils selbst oder finanziert sie über Spenden. Wer das Projekt unterstützen möchte, findet auf der Seite auch einen Verweis auf eine Spendenkampagne bei GoFundMe. Finanzielle Unterstützung werde weiterhin dringend benötigt.
Neben privatem Engagement hofft die Initiatorin auch auf mehr Rückhalt seitens der Stadt. Gespräche habe es bereits gegeben, konkrete Ergebnisse stünden jedoch noch aus. Aufgeben komme für sie dennoch nicht infrage: Die Arbeit bereite ihr große Freude. Weitere Aktionen seien bereits geplant und würden künftig angekündigt.

Wer Elan und Ideen für ähnliche Aktionen im Yorckgebiet und Gablenz hat, rennt bei uns offene Türen ein. Unterstützung in Form von Müllgreifern, Müllsäcken und Handschuhen, sowie Entsorgungsunterstützung findet man über die Bürgerplattform Gablenz-Yorckgebiet.