Bienenfutter-Spirale – Teil 1

Nach Vollendung des großen Projektes „Wilde Ecke“ hatten wir uns für dieses Jahr ein neues Bauprojekt vorgenommen. Denn: Eine Kräuterspirale fehlte uns im Garten noch. Diese Kräuterspirale wollen wir allerdings – wie wir noch erklären werden – lieber Bienenfutter-Kreisel nennen. Wir sammelten also in den letzten Monaten wieder kräftig Natursteine…und dann konnte es losgehen – endlich wieder etwas BAUEN! 😉
So sind wir vorgegangen:

Wir haben uns einen geeigneten sonnigen Platz im Garten gesucht und dann einen Kreis mit einem Durchmesser von etwa 1,50m markiert – kleiner sollte die Fläche nicht sein, da ja dreimal die Breite der Trockensteinmauer und zwei-mal Pflanzfläche „hineinpassen“ muss (also 3x mind. 15cm Mauerbreite + 2x 50cm Pflanzfläche = 1,45 m Gesamt-durchmesser). Im markierten Kreis wird die Grasnarbe komplett entfernt.

    Mit den ersten Steinen haben wir die spiralförmige Grundform als Basis gelegt. Dabei achteten wir darauf, dass die Steine stabil liegen und nicht kippeln. Auf ein Schotterbett darunter haben wir der Einfachheit halber verzichtet – das kann aber sicherlich für noch mehr Stabilität hilfreich sein.

    Nun haben wir die Steine reihenweise fugenversetzt auf der Basis aufgeschichtet – dabei sollten sie einen stabilen Verbund bilden und, möglichst mit einer leichten Neigung nach innen, frei als Trockensteinmauer stehen bleiben können. Die Steinreihen werden mit wachsender Höhe der Spirale kleiner. In der Mitte hat unsere Trockensteinmauer schließlich die Höhe von etwa 70cm erreicht.

    Im oberen Drittel, welches ja besonders trockene Bedingungen für Pflanzen bereithalten soll, kam anschließend eine Drainageschicht hinein. Dafür nutzen wir die in unserem Boden gefundenen Steinchen und Schuttreste. Damit die Erde nicht gleich in die Drainage-schicht sickert, deckten wir sie mit einem alten Kartoffelsack aus verrottbarem Jute ab.

    Jetzt war es soweit und die Erde wurde vorsichtig bis zum Rand der Trockensteinmauer eingefüllt: Für das obere Drittel verwendeten wir eine Mischung aus Gartenerde und Sand zu etwa gleichen Teilen. Im zweiten Drittel mischten wir der Gartenerde nur noch einen kleinen Anteil Sand bei. Das untere Ende haben wir dann nur mit Gartenerde gefüllt, ggf. kann auch etwas Komposterde zugesetzt werden.

    Beim Einfüllen des Substrats haben wir darauf geachtet, dass möglichst keine Hohlräume bleiben. Ab und zu war es daher nötig, mit Schaufel oder Händen „nachzustopfen“. (Wenn die Spirale im Herbst gebaut und noch nicht gleich bepflanzt wird, kann sich die Erde bis zum nächsten Frühjahr setzen und direkt vor dem Pflanzen ggf. nochmal nachgefüllt werden.)
    So, fertig zum Bepflanzen! … Fortsetzung folgt !
    Der Dank fürs Umsetzen geht an Elisabeth und Anett.